Schinken richtig schneiden (Anleitung) | Maschine vs. Manuell

Bei Schinken ist eines klar: Niemand wünscht sich dicke Scheiben. Hauchdünn müssen sie sein, um das pikante Aroma richtig zu entfalten.

Für den perfekten Genuss zeigen wir Ihnen in dieser Anleitung, wie Sie einen rohen Schinken ohne viel Aufwand richtig schneiden können.

Dünner Käse und Wurst

Die Dicke des Schinkens entscheidet auch über das Geschmackserlebnis.

Das Grundwissen zum Schinken

Schinkenscheiben sollen dünn geschnitten sein. In Spanien und Italien, wo bekannte Schinken wie Serrano, Campofrio und Parmaschinken herkommen, ist das schon längst Tradition. Natürlich gilt es auch für andere Wurstsorten, wie zum Beispiel Salami. Wie funktioniert das aber?

Zunächst sollten Sie wissen, was Sie da gerade aufschneiden. Ein Schinken ist immer das Bein eines Schweins – je nach Vorder- oder Hinterschinken das Vorder- oder Hinterbein. An der Keule und Spitze befindet sich saftiges und sehr fettiges Fleisch, während die sogenannte Gegenkeule eher mager ist.

Sie können das Fleisch mit einer Maschine zerschneiden oder aber mit manuell mit einem Messer. Dazu benötigen Sie einen Schinkenhalter zum Einspannen der Keule sowie zwei gut geschärfte Messer. Eines davon sollte zum Abtrennen der dunklen Rinde und des Fetts klein und robust sein. Mit einem schlankeren, langen Messer können Sie dann Scheiben schneiden.

Methode 1: Der manuelle Schnitt mit dem Messer

Spannen Sie den Schinken zunächst mit dem Huf nach oben in den Schinkenhalter ein und justieren Sie diesen so, dass Sie bequem arbeiten können. Nun werden die Schwarte und das gelbe Fett weggeschnitten, denn dieses enthält Stoffe, die für einen ranzigen, abgestandenen Geschmack sorgen. Anschließend können Sie dünne Scheiben über die Gesamtbreite des Schinkens herunterschneiden.

Schneiden Sie stets um den Knochen herum. Dieser ist je nach Bein der Hüftknochen oder das Schulterblatt. Das Fleisch, das direkt am Knochen sitzt, kann in Stückchenform als Einlage in Suppen oder Eintöpfen dienen. Übrigens: Auch für den weißen Speck findet sich eine Verwendungsform. Wollen Sie Teile des Schinkens noch lagern, können Sie ihn damit abdecken.

So schneiden Sie eine Schinken-Keule. Tipps im Video.

Methode 2: Der Schnitt mit der Maschine

Wie bereits gesagt, lässt sich Schinken natürlich auch mit einer Maschine schneiden. Dazu eignet sich zum Beispiel die Aufschnittmaschine von Berkel, bei der sich durch ein handbetriebenes Rad ein Tischschlitten auf eine Klinge zubewegt. Eine andere Methode wäre ein Allesschneider, der zwar als Brotschneidemaschine genutzt werden kann, aber auch für Wurst oder Käse funktioniert.

Das Problem beim Schneiden mit der Maschine: Der Schinken bleibt häufig am Messer kleben. Ein guter Trick ist deshalb, den Schinken vorher eine Weile in den Gefrierschrank zu verbannen. Ist er kalt, klebt er weniger und Sie können sauberer schneiden. Bei manchen Geräten lassen sich sogar die Messer abmontieren, welche dann ebenfalls auf Eis gelegt werden können.

Weiterführende Tipps für perfekt geschnittene Scheiben

Die Schnittrichtung ist beim Schinkenschneiden besonders wichtig. Schneiden Sie stets gegen die Faser und vom Huf zum Knochen. Bewegen Sie weiterhin das Messer leicht hin und her, um auch wirklich zu schneiden und nicht bloß durchzudrücken. Denn sonst besteht die Gefahr gequetschter, zerfetzter Scheiben.

Um sauberer zu schneiden, können Sie die Klinge Ihres Messers dezent einölen. Nach dem Schneiden hingegen sollten Sie alle Klingen, sowohl beim manuellen Schneiden als auch bei der Maschine, gut säubern. Nur so können Sie auch beim nächsten Mal ein präzises Ergebnis erwarten. Möchten Sie nicht den ganzen Schinken auf einmal aufschneiden, empfiehlt sich eine trockene Lagerung in einem kühlen, gut durchlüfteten Raum.

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