Brotteig über Nacht gehen lassen (Tipps) | Richtig aufgehen

Es gibt wohl kaum etwas Schmackhafteres, als ein selbstgebackenes Brot, welches Sie selbst kneten und backen. Danach am besten mit frischer Butter und einigen Scheiben Schinken belegt – herrlich.

Allerdings kann es gerade für Anfänger gar nicht so leicht sein, den Brotteig richtig herzustellen. Da er meist mit Hefe (ob nun frischer oder trockener) zubereitet wird, scheitert es oft am korrekten Aufgehen des Teiges.

Falls Sie sich also auch die Frage stellen: „Wie lange darf ich den Brotteig über Nacht aufgehen lassen?“, oder wissen möchten, wie viele Stunden Planungszeit Sie einkalkulieren sollten, hilft Ihnen der nachfolgende Ratgeber mit Sicherheit weiter.

Wie finde ich das richtige Rezept für den Teig?

Brotteig ist nicht gleich Brotteig. Wenn Sie nach einem passenden Rezept für Ihr Brot suchen, müssen Sie zunächst zwischen Hefeteig oder auch Sauerteig unterscheiden.

Beide Teigarten machen Sie mit Hefe, beim Sauerteig entsteht der einzigartige Geschmack jedoch mithilfe von Milchsäurebakterien. In der Regel benötigt dieser Teig länger, um aufgehen zu können.

Wenn Sie also zum ersten Mal einen Brotteig richtig herstellen möchten, sollten Sie lieber auf einen „normalen“ Hefeteig zurückgreifen.

Entsprechende Rezepte dazu finden Sie im Internet oder Sie fragen Ihre Mutter oder Großmutter nach einem guten Rezept.

Brot Backen Rezept Mehl Getreide - VugarAhmadov / Pixabay

Kann ich den Teig auch über Nacht gehen lassen?

Vielleicht möchten Sie das Brot im Voraus planen und fragen sich daher, ob Sie den Teig auch über Nacht gehen lassen können.

Prinzipiell ist das kein Problem und Sie haben zum Beispiel direkt zum Frühstück ein frisches und warmes Brot parat, welches Sie zum Beispiel mit Schinken oder anderen Leckereien belegen können.

Da der Teig lange Zeit hat, um aufzugehen, sollten Sie die Hefemenge entsprechend reduzieren. Am besten geben Sie hier die Hälfte der Hefe zum Teig hinzu, wenn Sie ihn kneten oder rühren.

Weißbrot über Nacht gehen lassen

Im nachfolgenden Video sehen Sie ein Beispielrezept, wenn Sie einen Teig für ein einfaches Weißbrot zubereiten möchten.

Ob Sie dabei den Teig per Hand kneten oder eine Knetmaschine verwenden, ist für dieses Rezept unerheblich. Nachdem der Teig geknetet wurde, wird er für kurze Zeit bei einer mäßigen Temperatur ruhen gelassen.

Vergessen Sie nicht, dass Sie den Teig abdecken sollten. Am besten formen Sie den Teig hierzu zu einer Kugel, dies wird Ihnen im Video anschaulich erläutert.

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Sollte ich den Brotteig im Kühlschrank gehen lassen?

Kühlschrank, bzw. kalt und Hefe, dass muss sich nicht ausschließen. Im Gegenteil. Sie können Ihren Brotteig auch im Kühlschrank aufgehen lassen.

Hier sollte beachtet werden, dass alle Zutaten bzw. Flüssigkeiten, als Wasser oder Milch, kalt sein sollten. Im Anschluss sollte der Brotteig direkt in den Kühlschrank gestellt werden, um über Nacht zu gehen.

Bevor Sie den Teig im Backofen backen, sollten Sie ihn nochmal abdecken und bei lauwarmer Temperatur etwa bei einer Zeit von 20 Minuten ruhen lassen, ehe er dann in den Backofen kommt.

Den Brotteig richtig gehen lassen – aber wie?

Besonders beim Hefeteig gibt es einige Punkte, die Sie leider auch falsch machen können und der Hefeteig in sich zusammenfällt. Wenn Sie den Hefeteig ganz klassisch zubereiten, egal ob per Hand kneten oder mit der Knetmaschine, sollte der Hefeteig immer genau nach Rezept zubereitet werden.

Den gekneteten Brotteig nun zu einer Kugel formen und am Besten in eine leicht eingeölte Schüssel geben und mit einem Geschirrtuch abdecken. Achten Sie darauf, den Hefeteig am richtigen Ort gehen zu lassen, also windgeschützt und bei einer Temperatur zwischen 28-32 Grad.

Alles darüber lässt den Hefeteig in sich zusammenfallen, bzw. werden die Hefepilze zerstört, der Hefeteig lässt sich nicht richtig weiterverarbeiten. Nachdem der Hefeteig aufgegangen ist, können Sie ihn vor dem Backen im Backofen nochmals 20-30 Minuten ruhen lassen.

Wie kann ich den Brotteig retten, wenn er nicht aufgegangen ist?

Da haben Sie sich vielleicht Tage auf Ihr frisches Brot mit Schinken gefreut, den Teig zubereitet und auch gehen lassen, aber er geht einfach nicht richtig auf. Machen Sie sich keinen Kopf, das ist mit Sicherheit schon mal jedem passiert.

Falls Sie also Ihren Teig retten möchten, weil Sie zum Beispiel zu wenig Hefe genommen haben, können Sie nachträglich noch etwas Hefe in lauwarmem Wasser auflösen und diese dann in den Brotteig kneten.

Stellen Sie den Teig, wenn Sie ihn nochmal geknetet haben, an einen warmen Ort und warten Sie, bis er ein weiteres Mal aufgeht. Hier darf er natürlich nicht im Kalten oder im Wind stehen, sonst wird diese Mission misslingen.

Alternativ können Sie auch versuchen, den Teig mit etwas Backpulver zu „retten“, dieses soll dafür sorgen, dass der Hefeteig nochmal hochquillt.

Häufige Fehler, die bei der Herstellung des Teiges passieren

Schon lange, bevor Sie den Hefeteig machen, können Sie im Vorfeld einige Fehlerquellen vermeiden oder ausschließen, um Ihren Hefeteig perfekt zu machen.

Besonders wichtig ist nicht nur die richtige Temperatur beim Hochgehen des Hefeteigs, sondern auch die Temperatur der einzelnen Zutaten, wenn Sie den Hefeteig nicht über Nacht in den Kühlschrank stellen möchten. Vor allem bei frischer Hefe sollten alle Zutaten lauwarm, aber nicht zu heiß sein.

Das gilt auch für Eier und Butter, die Sie nutzen. Die richtige Temperatur zum Aufgehen des Hefeteigs wurde Ihnen schon weiter oben erläutert, diese sollte ebenfalls stimmig sein.

Achten Sie ebenfalls darauf, dass Sie keine abgelaufene Hefe verwenden. Diese geht nämlich nicht mehr auf. Wenn Sie den Hefeteig per Hand kneten oder ihn kurz ablegen, um ihn in die Knetmaschine zu geben, achten Sie auf die Arbeitsfläche.

Diese sollte ebenfalls warm sein, nutzen Sie zum Beispiel eine Unterlage oder ein Holzbrett. Kneten Sie den Hefeteig ausreichend durch und sorgen Sie dafür, dass er ausreichend Flüssigkeit erhält. Ist der Hefeteig nämlich zu trocken, wird er ebenfalls nicht korrekt arbeiten und hochgehen.

Fazit zum perfekten Brotteig

Ob Sie den Hefeteig nun über Nacht im Kühlschrank gehen lassen oder ihn direkt frisch zubereiten – es gibt ganz unterschiedliche Ansätze und Gebrauchsanweisungen, wie Sie Ihren Hefeteig am besten erstellen können, um ein wunderbar frisches Brot zu zaubern und Ihren Gästen oder sich selbst mit Käse, Schinken oder anderen Belägen anzubieten.

Achten Sie stets auf die richtige Temperatur- je nach Teigart und auch auf die Zutaten und deren Temperatur. Rühren Sie den Brotteig lange genug und lassen Sie ihm die nötigen Stunden Zeit, um richtig aufgehen zu können.

Auch wenn Sie den Hefeteig Tage zuvor zubereiten möchten, kann in der Regel nicht allzu viel schiefgehen. Etwas länger Geduld muss sein, viel Erfolg und gutes Gelingen!

 

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