Brotteig im Kühlschrank gehen lassen | Über Nacht aufbewahren

Brotteig aus dem Kühlschrank ist ein Trend, der ermöglicht, dass interessierte Hobbybäcker ohne viel Aufwand frisches Brot auf den Frühstückstisch bringen kann, auch noch am Sonntagmorgen. Die Vorarbeit geschieht am Tag zuvor.

Über Nacht lässt sich der Teig dann in einem kühlen Bereich (z. B. auf dem Balkon) oder im Kühlschrank aufbewahren. Das Backen am nächsten Tag ist schnell erledigt.

Was macht den Brotteig mit langer Gäre so besonders?

Brotteige, die Sie über Nacht in der Kühle aufbewahren, gibt es in vielen Variationen. Sie können diese mit der Hand oder einer Knetmaschine kneten, andere lassen sich ganz einfach mit einem Rührlöffel rühren. Nach dem Kneten oder Rühren vom Brotteig kommt dieser in den Kühlschrank oder einem anderen kühlen Bereich, zum Ruhen. Die enthaltene Hefe ist aktiviert und geht beim lange lagern ganz langsam.

Trotz Kälte kann der Teig beim Ruhen aufgehen. Da der Teig laut Rezept in der Regel zwischen 8 und 12 Stunden ruhen soll, stellt sich eine leichte Fermentation, fast wie beim Sauerteig, ein. Das Brot schmeckt dadurch nach dem Backen aromatischer und ist leichter bekömmlich.

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Brotteig über Nacht im Kühlschrank ruhen lassen

Das YouTube Video beginnt bei der Zubereitung vom Brotteig, über das Ruhen in der Kälte, bis hin zum Formen und Backen und dem fertigen Brot. Es wird sehr anschaulich gezeigt, wie gut der Teig gehen kann, obwohl er in der Kälte ruhte.

Nach dem Gehen und Backen ist das Brot fluffig und saftig. Nach eigenem Geschmack kann der Teig vor dem Backen noch verfeinert werden, z. B. durch die Zugabe von Schinken (in kleine Stückchen geschnitten).

Ein Brotteig, viele Rezepte

Jedes Rezept für einen Teig, der im Kühlschrank über Nacht gehen kann, lässt sich nach Belieben verarbeiten und verfeinern. Aus dem Teig kann nach dem Ruhen ein Brot, ein Blechkuchen oder Brötchen gebacken werden.

Brot Messer Backen

Deftig werden Brote oder Brötchen aus Hefeteig, wenn sie nach dem Lagern in der Kälte mit Käsewürfeln (z. B. Gouda, Camembert, Emmentaler, etc.) und oder Würfeln auf Schinken verknetet werden. Süße Brote oder Hefezöpfe können ebenfalls aus dem Grundteig gebacken werden, wenn nach dem Lagern und vor dem Aufgehen noch Zucker, Rosinen, Orangeat oder Nüsse hinzugefügt werden.

Machen Sie selber den Versuch, wie vielseitig ein Rezept verändert werden kann. Deftige und süße Brotteige können gleichermaßen mit Sonnenblumenkernen, Leinsamen, Hasel- / Walnüssen und anderen Kernen bereichert werden.

Damit das Aufgehen vom Teig durch das zusätzliche Gewicht der späteren Zutaten nicht behindert wird, kann beim Grundrezept die Mehlmenge etwas reduziert werden.

Den Brotteig beim Aufbewahren nicht austrocknen lassen

Ein frischer Brotteig muss vor dem Aufbewahren im Kühlschrank über Nacht vor dem Austrocknen geschützt werden. Ein Deckel auf der Teigschüssel alleine reicht oft nicht aus. Besser ist, wenn Sie zusätzlich die Teigoberfläche leicht einölen. Das Öl verhindert lange, dass das Wasser der Teigoberfläche verdunstet.

Diese Vorsichtsmaßnahme muss nur bei einem Knetteig, der von Hand oder mithilfe einer Knetmaschine geknetet und zum Formen geeignet ist, durchgeführt werden. Bei eher dickflüssigen Teigen, die mit einem Rührlöffel angerührt werden, trocknet die Teigoberfläche nicht aus.

Kleiner Tipp: Sollen Leinsamen in den Brotteig gegeben werden, ist es ratsam, wenn diese zuvor einige Stunden gewässert werden. Sie binden ansonsten die Feuchtigkeit im Brotteig und lassen das Brot nach dem Back schnell trocken erscheinen.

Brotteig backen, im Topf in der Form oder auf dem Blech

Knetteige lassen sich am besten auf einem Backblech ausbacken. Für gerührte Hefeteige eignen sich Töpfe mit Deckel oder längliche Backformen zum Ausbacken. Das Brot ist fertig, wenn die Kruste knusprig ist und das Brot, wenn Sie mit einem Holzlöffel darauf klopfen, „hölzern / hohl“ klingt.

 

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